Bibelimpuls für zu Hause zum Palmsonntag

Bibelimpuls für zu Hause zum Palmsonntag
„Mit biblischer Freude Ostern entgegen“

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Suchen Sie sich einen ruhigen Ort und gestalten Sie diesen für Sie stimmungsvoll. Legen Sie die Bibel in die Mitte und entzünden Sie eine Kerze. Kommen Sie zur Ruhe und nehmen Sie sich eine Auszeit vom Alltag. Gerne können Sie zu Beginn auch ein Lied singen
(z.B. „Meine Hoffnung und meine Freude“; GL 365).

 

Zur Einstimmung

Blicken Sie auf die letzten Tage zurück: Wo konnten Sie Freude erfahren? Womit kann man Ihnen besonders Freude machen? Was hilft Ihnen in Zeiten, in denen Freude eher rar ist? Und wagen Sie eine kleine Vorschau auf die vor uns liegende Karwoche: Was sind Ihre persönlichen Höhepunkte dieser Zeit, die Ihnen besonders Freude machen?

 

Gebet

Guter Gott, wie die Menschen damals ihre Kleider vor deinem Sohn ausbreiteten, möchte ich heute mein Herz öffnen und vor dir ausbreiten. Ich bitte dich, erfülle es mit deinem Wort und hilf mir dafür offen zu sein, was du mir damit in meiner konkreten momentanen Situation sagen möchtest. Amen

 

Auf Gottes Wort hören

Lesen Sie die Bibelstelle, die das Evangelium vom Palmsonntag darstellt (Mk 11,1-10):

Es war einige Tage vor dem Paschafest (sprich: Pas-chafest). Als sie in die Nähe von Jerusalem kamen, nach Bétfage und Betánien am Ölberg, schickte Jesus zwei seiner Jünger aus. Er sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; gleich wenn ihr hineinkommt, werdet ihr einen jungen Esel angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat. Bindet das Fohlen los und bringt es her! Und wenn jemand zu euch sagt: Was tut ihr da?, dann antwortet: Der Herr braucht es; er lässt es bald wieder zurückbringen. Da machten sie sich auf den Weg und fanden außen an einer Tür an der Straße ein Fohlen angebunden und sie banden es los. Einige, die dabeistanden, sagten zu ihnen: Wie kommt ihr dazu, das Fohlen loszubinden? Sie gaben ihnen zur Antwort, was Jesus gesagt hatte, und man ließ sie gewähren. Sie brachten das Fohlen zu Jesus, legten ihre Kleider auf das Tier und er setzte sich darauf. Und viele breiteten ihre Kleider auf den Weg aus, andere aber Büschel, die sie von den Feldern abgerissen hatten. Die Leute, die vor ihm hergingen und die ihm nachfolgten, riefen: Hosanna! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn! Gesegnet sei das Reich unseres Vaters David, das nun kommt. Hosanna in der Höhe!

 

Meditation

Lauschen Sie Gottes Worten nach! Welche haben Sie besonders berührt? Welche fordern Sie heraus? Welche klingen in Ihnen nach?

 

Gedanken zur Bibelstelle

Das Gedenken des Palmsonntags ist ein freudiges: Die Menge jubelt Jesus zu und erhofft sich gleichzeitig die Erfüllung ihrer Wünsche. Auch Jesus scheut dieses Mal nicht die Öffentlichkeit, sondern lässt diesen Empfang mit sich geschehen. So wie er den Weg seines Todes mit sich geschehen lassen wird. Dann wird sich die Menge gegen ihn wenden und auch viele Vertraute werden ihn verlassen. Unter https://de.maps-jerusalem.com/bethany,-jerusalem-karte finden Sie übrigens eine Karte, mittels derer Sie eine Vorstellung von Jesu Weg gewinnen können.

 

Zum Nachdenken

  • Die Menschen begrüßten Jesus mit dem Ausbreiten ihrer Kleidung (eine Geste, die Königen gegenüber üblich war), Palmwedeln und dem „Hosianna!“ („Hilf doch!“). Womit möchten Sie Jesus begrüßen?
  • Freudige Momente kann man nicht festhalten – und doch kann die Erinnerung an sie uns in schweren Zeiten Kraft geben. Welche Erinnerungen geben Ihnen Kraft und Freude?
  • Palmsonntag und Karfreitag: Ein extremer Spannungsbogen! Auch in unserem Leben liegen Freud und Leid oft nah beisammen. Da Jesus diese Extreme selbst erlebt hat, dürfen wir uns in diesen schwierigen Situationen von ihm ganz besonders verstanden und begleitet fühlen.
  • Wie möchten Sie sich in den kommenden Tagen auf Ostern vorbereiten?

 

Zum Austausch und Weitergehen:

  • Kommen Sie mit anderen Familienmitgliedern / Freunden über Ihre Fragen und Beobachtungen zum Bibeltext ins Gespräch.
  • Rufen Sie eine vertraute Person an und erzählen Sie ihr von ihren Beobachtungen.
  • Gerne können Sie mir auch schreiben!
  • Halten Sie Dinge, die Sie beschäftigen / die offen bleiben, fest und kommen Sie im Alltag immer wieder darauf zurück. Was verändert sich, wenn Sie immer wieder darüber nachdenken?
  • Teilen Sie Worte, die Sie im Text besonders berührt haben, mit anderen Menschen (im Gespräch, telefonisch, in einem Brief / auf einer Postkarte, per Mail,…)

 

Gebet zum Abschluss

Mit einem Gebet wie dem folgenden können Sie ihren Bibelimpuls beenden:

Herr, Jesus Christus, am Beginn der Heiligen Woche bist du in Jerusalem eingezogen und wurdest von den Menschen als sehnsüchtig erwarteter König und Retter begrüßt. Doch du hast nicht ihre Hoffnungen erfüllt, sondern dich als ganz anderer König gezeigt. Gerade dadurch hast du den Menschen damals wie auch uns heute das ewige Leben geschenkt. Wir bitten dich, lass uns die kommenden Tage mit offenem Herzen begehen und dich begleiten. Hilf uns so, verstehen zu lernen, was du uns geschenkt hast. Amen.

Abschließend können Sie wieder ein Lied singen, z.B. „Singt dem König Freudenpsalmen“ (GL 280).

(c) Maria-Luise Hendler

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