Bischofsweihe von Ägidius Zsifkovics

Bischofsweihe von Ägidius Zsifkovics

(Katholisch.at, 25.9.2010) Ägidius Zsifkovics (Jahrgang 1963) wurde am 25. September von Kardinal Schönborn, Kardinal Bozanic und Bischof Iby zum Bischof von Eisenstadt geweiht. Tausende feierten mit

Mit dem Rat „Sei ein Freund der Freuden der Menschen“ hat der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, den neuen Eisenstädter Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics in sein Hirtenamt entsandt. Kardinal Schönborn nahm die Bischofsweihe am Samstag gemeinsam mit dem bisherigen Bischof Paul Iby und dem Erzbischof von Zagreb, Kardinal Josip Bozanic, gespendet.

Für den neuen Bischof erbat Kardinal Schönborn ein „hörendes Herz“, das nah an den Menschen sei und „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst“ mit ihnen teile. „Nur ein liebendes Herz kann ein hörendes Herz sein“, so Kardinal Schönborn. Auch solle sich Bischof Zsifkovics seinen Wahlspruch – „Was er euch sagt, das tut“ – selbst zu eigen machen und „Reinigung und Erneuerung“ sowie die Verkündigung des Evangeliums ins Zentrum seines Hirtendienstes stellen. „Verkünde das Wort, tritt dafür ein, ob man es hören will oder nicht, weise zurecht, ermahne, aber tue es in unermüdlicher und geduldiger Art“, so Kardinal Schönborn.

Dank der Europäischen Integration sei das Burgenland zu einem „Herzland Europas“ geworden – dies bezeuge nicht zuletzt die heutige Liturgie, so Kardinal Schönborn weiter. „Sei du ein treuer Diener dieses Herzens Europas“.

„Eine Spur Tränen und Kummer“

In Anlehnung an den jüdischen Hochzeitsritus (der Wahlspruch Bischof Zsifkovics‘ ist der biblischen Erzählung der „Hochzeit von Kanaan“ entnommen) unterstrich Kardinal Schönborn weiters, dass sich „in jedes Freudenfest immer auch eine Spur Tränen und Kummer mischen“. Dies betreffe zum einen die traurige Geschichte der jüdischen Gemeinden in Österreich und im Burgenland, die während der Zeit des Nationalsozialismus vernichtet wurden, zum anderen betreffe dies aber auch die Bischofsernennung selbst. „Da gibt es jene, die sich für die Braut einen anderen Bräutigam gewünscht haben. Das kommt selbst bei Hochzeiten vor“, so Kardinal Schönborn. Auch gebe es den „Wermutstropfen, dass die Hofübergabe etwas verfrüht war“, so Kardinal Schönborn. „An all diese Sorgen sollst du denken und an ihnen nicht vorbeigehen“.

Ausdrücklichen Dank sprach Kardinal Schönborn dem bisherigen Bischof Paul Iby aus. „Du hättest selbst gerne noch das 50-Jahr-Jubiläum der Diözese als aktiver Bischof gefeiert. Aber aus meiner Erfahrung möchte ich dir sagen: Es ist etwas Wunderbares, wenn der Alt- und der amtierende Bischof ein so herzliches Miteinander pflegen, wie ich es auch mit Kardinal Franz König hatte, der mir Stütze, Bruder und Freund war“, so Kardinal Schönborn wörtlich. „Ich darf dir als Mitbruder ein ganz herzliches ‚Vergelt’s Gott‘ sagen“. Mit lang anhaltendem Applaus dankten auch die Mitfeiernden Bischof Iby seinen langjährigen Dienst.

Medienberichte:

ORF.burgenland, 25.9.2010
Ägidius Zsifkovics: „Ich bin bereit“

Der Standard, 25.9.2010
Ägidius Zsifkovics wird zum Bischof geweiht
47-jähriger gebürtiger Südburgenländer tritt die Nachfolge von Paul Iby an – Rund 3.000 feierten Gottesdienst rund um den Dom mit

Die Presse, 25.9.2010
Ägidius Zsifkovics: Flaute nach der Kirchensause?
Die Bischofsweihe von Ägidius Zsifkovics wurde am Samstag in Eisenstadt mit allem Pomp gefeiert, zu dem die katholische Kirche fähig ist. Er ist mit 47 der jüngste Diözesanbischof des Landes.

Kurier, 26.9.2010
Bischofsweihe in Eisenstadt
Seit Samstag ist Ägidius Zsifkovics aus Hackerberg als neuer Oberhirte von Eisenstadt in Amt und Würden.

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