Kirchen setzen Zeichen gegen Antisemitismus

Die Mitverantwortung der Kirchen an der Judenverfolgung durch die Nazis ist Thema eines ökumenischen Hirtenbriefes, den Bischof Zsifkovics und Superintendent Koch am Dienstag an Oberrabbiner Folger überreichten. Der Brief soll auch ein Zeichen gegen Antisemitismus und Diskriminierung sein.

Schönborn: Lob und Tadel für Synodenpapier

Das Schlusspapier der Bischofssynode zu „Jugend, Glaube, Berufungsunterscheidung“ ist für Kardinal Christoph Schönborn ein „sehr solides“ Dokument. Mehr erwartet hätte sich der Wiener Erzbischof allerdings beim Thema Migration.

Papst soll Titel „Heiliger Vater“ ablegen

P. Klaus Mertes empfiehlt dem jetzigen Papst, den Titel „Heiliger Vater“ abzulegen. Ebenso plädiert er dafür, dass in den nächsten 150 Jahren keine Päpste mehr heiliggesprochen werden.

Zu den Heiligsprechungen von Päpsten äußerte sich davor auch schon der Münsteraner Kirchenhistoriker Hubert Wolf.

meine predigt vom 28. sonntag im jahreskreis

da ich mich gestern bei den eucharistiefeiern schon bei der einleitung etwas länger „verplaudert“ habe und dort schon zusammenfasste, hier meine predigt (28. sijk), die ich dann nicht gehalten habe, zum nachlesen.

aktuelle ausgabe von „kontakte“ der evang. A.B. pfarrgemeinde Oberschützen

der aktuelle gemeindebrief der evang. A.B. pfarrgemeinde Oberschützen „kontakte 3/sep. 2018“ ist erschienen und kann hier nachgelesen werden.

Cafes & Konditoreien – Die Kunst des Genießens

Darf ich Ihnen etwas beichten? Einer meiner Lieblingsspaziergänge führt mich zu einer der vielen Konditoreien, die es hier bei uns in Bad Tatzmannsdorf gibt. Regelmäßig gönne ich mir einen großen Espresso und dazu ein Tortenstück. Manchmal fällt es mir echt schwer, für welche Mehlspeise ich mich entscheiden soll. Und dann genieße ich in aller Gelassenheit Kaffee und Kuchen. Das ist beinahe eine Art Ritual für mich geworden, egal ob am Sonntag nach dem Gottesdienst in großer Runde mit anderen oder unter der Woche ganz mit mir alleine.

 

Ich denke mir, gerade in unserer schnelllebigen und stressvollen Zeit ist es wichtig, dass ich die „Kunst des Genießens“ pflege. Darunter verstehe ich Folgendes: Ich nehme mir regelmäßig Zeit für Dinge, die mir wichtig sind. Das können Hobbies sein, die ich liebe, das mag ein Konzert sein, zu dem ich gerne gehe, das kann ein gutes Essen sein, der Garten, der mir Freude bereitet oder mein Körper, dem ich was Gutes tue. Meine Spaziergänge zu eine der Konditoreien hier bei uns motivieren mich, auch das Genießen nicht zu vergessen.

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Heilquellen – Aus welchen Quellen schöpfe ich alltäglich?

Ein Spaziergang durch Bad Tatzmannsdorf führt mich auch an zahlreichen Quellen vorbei. Es gibt sogar einen eigenen Heilwasserlehrpfad, wo man die wichtigsten Quellen besichtigen kann. Das Heilwasser ist eines der drei natürlichen Heilmittel, über die wir hier im Ort verfügen. Wasser ist der Beginn allen Lebens. Ohne Wasser kann nichts existieren. Wasser gibt und ermöglicht Leben, Wachsen und Gedeihen. Thales von Milet, der griechische Naturphilosoph, bezeichnet das Wasser sogar als „Urgrund allen Seins“.

 

Wasser reinigt und kann auch heilen. Das erlebt man hier in Bad Tatzmannsdorf mit unseren Heilquellen seit Jahrhunderten. Ebenso merke ich gerade in den letzten Jahren, wie unachtsam Menschen mittlerweile mit diesem hohen Gut „Wasser“ umgehen, und wie immer stärker versucht wird, den Zugang zu sauberen Wasser nicht länger als Menschenrecht anzusehen, sondern es zu privatisieren, um damit Gewinne zu erwirtschaften.

 

Wenn ich an unseren vielen Heilquellen hier bei uns vorbeispaziere, dann frage ich mich immer wieder: Dietmar, aus welchen Quellen schöpfst du für dich und für dein Leben? Was trägt dich? Dietmar, welche Quellen helfen dir achtsam zu leben?

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Ordinationen – Schau auf deine Gesundheit!

Wenn ich durch unseren Ort Bad Tatzmannsdorf spaziere, komme ich an vielen Arztpraxen vorbei. Bad Tatzmannsdorf ist ja ein bekannter Kurort, der sich in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Wellness- und Gesundheitsort entwickelt hat. Wenn ich daher bei den Arztpraxen vorbeispaziere, dann denke ich besonders an meine eigene Gesundheit.

 

Gesundheit ist für mich einerseits Geschenk, andererseits auch ein Lebensbereich, bei dem ich sehr viel selber tun kann. Ich bin mitverantwortlich dafür, ob es meinem Körper gut geht oder ob ich ihn zugrunde richte, ob ich achtsam mit ihm umgehe oder ob ich erst dann reagiere, wenn mein Körper nicht mehr funktioniert. Oft – das gestehe ich mir ein – fehlt bei mir die richtige Balance zwischen Körper, Geist und Seele, fehlt mir das Gleichgewicht.

 

Wie gehe ich mit meinem Körper um? Achte ich auf meine Gesundheit? Verspüre ich in mir eine gesunde Ausgeglichenheit zwischen Berufsleben und Freizeit? Gelingt es mir, auch mit Krankheit und Krisen umzugehen? Was hilft mir dabei?

 

Die Arztpraxen hier bei uns rufen mir immer wieder in Erinnerung: Geh achtsam mit deiner Gesundheit um!

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Unser Hauptplatz ladet mich zur Gemeinschaft ein

Spaziere ich weiter, gelange ich auf unseren Hauptplatz, wo gerade jetzt im Sommer viele Konzerte und Feste gefeiert werden, die das Miteinander von Ortsbevölkerung, Gästen und Kurgästen fördern. Der Hauptplatz ist für mich das Zentrum unseres Ortes, das Herz des Dorflebens. Hier finden sich tatsächlich unzählige Gruppen für Veranstaltungen ein, aus Politik und Kultur, Vereinen und Kirchen, also sämtliche gesellschaftlichen Institutionen kommen hier zusammen.

 

Der Hauptplatz von Bad Tatzmannsdorf zeigt mir, dass wir ein überaus lebenswerter Ort sind, ein Ort, an dem man sich sehr wohlfühlen kann, an dem viele Menschen wieder zu ihrer Gesundheit finden oder in ihrer Pension dann sogar herziehen, um ihren Lebensabend hier zu verbringen.

 

Der Hauptplatz lässt mich achtsam werden dem Thema „Gemeinschaft“ gegenüber. Kein Mensch kann ohne Gemeinschaft leben. Wie pflege ich Gemeinschaft? Kenne ich das Problem der Anonymisierung in unserer Gesellschaft? Weiß ich, wer in meiner Nachbarwohnung lebt? Biete ich meiner Nachbarin meine Hilfe an oder lade ich sie mal zum Kaffee bei mir ein? Wie lebe ich konkret das Miteinander, die Gemeinschaft, frage ich mich hier auf unserem Hauptplatz.

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Ein Bauernhaus motiviert mich, mein Konsumverhalten zu hinterfragen

 

Setze ich meinen Spaziergang fort, komme ich bei einem alten Bauernhaus vorbei. In diesem Wort steckt „bauen“, anbauen, bebauen, pflegen der Natur. Das Bauerntum schafft nach wie vor die materielle Grundlage der Menschheit. Es zeigt mir, wie wichtig Jahres- und Wachstumszyklen sind. Diese Zyklen prägten über Jahrtausende das Leben der Menschen.

 

Davon haben wir uns heute weit entfernt. Vor allem der Einsatz von Maschinen veränderte die bäuerlichen Arbeitsabläufe und den Beruf des Bauern. Massentierhaltung, Pestizide und vieles mehr führten zu einer Agrar-Industrialisierung, die Boden, Tiere und Menschen ausbeutet.

 

Das alte Bauernhaus stellt mir mein eigenes Konsumverhalten vor Augen und motiviert mich zu viel mehr Achtsamkeit im Umgang mit Lebensmitteln. Was stopfe ich Tag für Tag in meinen Körper hinein? Tut mir das gut? Was brauche ich wirklich, um mich gesund zu ernähren? Und wie sieht’s bei meinen Einkäufen aus? Kaufe ich Obst und Gemüse der gerade aktuellen Saison, Bioprodukte und möglichst aus der nächsten Umgebung? Oder müssen es tatsächlich die Äpfel aus Südafrika sein? Das alte Bauernhaus schärft meine Achtsamkeit zu mehr Nachhaltigkeit.

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